Religion
FAQ
F: Wir haben eigentlich mit der Kirche nicht viel zu tun und sind vor einigen Jahren aus der
Kirche ausgetreten. Was ist nun mit unserem Kind?
A: Der Religionsunterricht ist offen für alle Schülerinnen und Schüler. In der
Unterstufe wird der Religionsunterricht im Kurssystem unterrichtet, das heißt alle
Schülerinnen und Schüler werden gemeinsam unterrichtet – unabhängig von ihrer
persönlichen Überzeugung oder der ihrer Eltern.
F: Beten Sie auch im Unterricht?
A: Nein, aber wir bieten Momente des Innehaltens und Zur-Ruhe-Kommens, wenn wir über das
Weltgeschehen sprechen, indem wir zum Beispiel Schweigeminuten anbieten können.
F: Wir leben zu Hause nach den Grundsätzen des Islam. Soll unser Kind am Reliunterricht
teilnehmen? Wir möchten, dass es an seinem Glauben und an seinen Wurzeln festhält.
A: Ihr Kind soll an seinem Glauben und seinen Wurzeln festhalten. Da der Religionsunterricht
grundsätzlich im Kurssystem unterrichtet wird, besteht die Chance, dass die Schülerinnen
und Schüler ganz verschiedene Religionen und Kulturen im Unterricht kennenlernen. Sie werden
damit vertraut gemacht, dass alle drei monotheistischen Religionen in der Wurzel vereint sind,
denn sie alle kennen Abraham – Avram, Abraham, Ibrahim – als Stammvater des Glaubens.
Der Religionsunterricht verfolgt nicht das Ziel, die Kinder zu missionieren, sondern ihnen diese
Geschichten nahezubringen und ihnen Raum zu geben, von ihren eigenen (religiösen)
Überzeugungen zu sprechen und diese mit anderen zu diskutieren. Auf diese Weise üben sie
Respekt und Toleranz – gerade gegenüber denjenigen, die eine andere Meinung oder einen
anderen Glauben haben als sie. Religion ist ein besonderes Fach „mit Herz“; wir
möchten vor allem mit Ihrem Kind ins Gespräch kommen und ihm einen Anker bieten
(unabhängig von der Religionszugehörigkeit), wenn es sich „verloren“
fühlt. Gerade zu Beginn der 5. Klasse, wenn noch alles neu an dieser großen Schule
scheint, ist das sehr wichtig.
F: Besuchen Sie im Religionsunterricht auch eine Moschee?
A: Der Religionsunterricht der Sekundarstufe 1 befasst sich mit den drei großen
Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Dazu gehört auch, dass – nach
Möglichkeit – die unterschiedlichen Gemeinden besucht werden. Dies finden die Kinder in
aller Regel sehr spannend. Sie bekommen hier die Möglichkeit, mehr über andere
Religionen und mehr über die eigene Religion zu erfahren.
F: Worin besteht der Bildungsauftrag des Religionsunterrichts?
A: „Mit dem religiösen Grundwissen erschließt der Religionsunterricht
gleichzeitig den christlichen Hintergrund unserer europäischen Kultur. Ohne die Kenntnis der
biblischen Geschichten, der großen Gestalten und Kontroversen der Kirchengeschichte oder der
Symbole des Glaubens sind weder unsere Alltagskultur (Sieben-Tage-Woche, Feste, Stadtbilder) noch
die Grundwerte unseres politischen Zusammenlebens (Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit)
noch Literatur und Kunst zu verstehen.“ (aus: Argumente für den Religionsunterricht an
öffentlichen Schulen. Hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz)
F: Feiern Sie auch Schulgottesdienste?
A: Ja, an unserer Schule werden immer zu Beginn eines Schuljahres die neuen
Fünftklässler im Rahmen eines feierlichen Einschulungsgottesdienstes an unserer Schule
willkommen geheißen.
F: Ich möchte noch mehr über den Religionsunterricht am Gymnasium Hankensbüttel
erfahren. An wen kann ich mich wenden?
A: Die Kolleginnen und Kollegen aus der Fachschaft Religion kommen gern mit Ihnen ins
Gespräch. Derzeitige Ansprechpartnerin für den Bereich Christliche Religion ist Frau
Sabrina Wawrzetzka.
Sabrina Wawrzetzka, Leiterin der Fachgruppe Religion